Hightech und Handarbeit

Es gab schon lange keinen „Einsatz“ mehr für WomansWineWork dies sollte sich in den letzten Tagen ändern. Ich muss dazu sagen das ICH die Winzerinnen gefragt habe ob ich mit meiner Dicken5 kommen darf und eine kleine Reportage über ihre Arbeit machen darf. Also hier nochmal ein fettes DANKE an Laura Edel das sie an mich denkt und mir Bescheid sagt wenn sich mich dabei haben kann und will.

Pling Pling…. mein Telefon mit einer Nachricht, von Laura: wenn du magst dann kannst du heute kommen wir setzen Reben in einen neuen Wingert ein. KLAR mag ich, wir haben schnell die Details geklärt und der Plan steht. Ich habe mein neues Objektiv eingepackt und bin los.

Irgendwann ist ein Wingert mal alt und nicht mehr ertragreich, dann muss er weg. Die Stahlseile und die Stangen kommen raus, vorher noch das Laub weg, dann werde die Rebstöcke rausgezogen, er Boden wird bearbeitet das die neuen Setzlinge gute Bedingungen haben. Und was kommt jetzt? Eine Scheurebe soll ins Feld. Wie wird das denn gemacht? Von Hand doch sicher nicht, oder? Wie sehen die Setzlinge aus?

Zum Transport stehen die Setzlinge im Wasser. Also die Wurzeln sehen ganz normal aus, aber wieso sind die so grün oben? Sieht aus wie zugekleistert! Lauras Vater hat mir erklärt das der untere Teil eine Amerikanische Rebe ist, diese sei gegen bestimmte Schädlinge resistent und der obere Teil ist Scheurebe, die Traubensorte die später geerntet werden soll. Der grüne Wachsüberzug schützt den Teil der Veredlung vor Schaden. Das macht Sinn finde ich und was wird noch benötigt um die Kleinen zu setzen? Wieviel pro Reihe? Wieviele Reihen passen hier hin? Wo fängt die Reihe an und wo hört sie auf? Du liebe Zeit hier muss viel beachtet werden und an dieser Stelle kommt HighTech zum Einsatz.

  

Dies Satellitendingsbums ist verbunden mit einem Empfänger auf dem Traktor, quasi Wlan, Strom bekommt das Teil von einer Autobatterie, tja und via Satellit wird alles ausgemessen. Als ich das hörte war ich beeindruckt, Satellitentechnik auf´m Trecker!

Nun können die Reben gesetzt werden. Dies wird teilweise in Handarbeit gemacht, die Maschine die am Traktor hinten anhängt wird von 2 Personen mit Rebensetzlingen und den Bambusstangen bestückt. Die Stangen sorgen dafür das der Setzling nicht krumm und schief wächst und da sie aus Bambus ist verrottet sie einfach wenn die Rebe „erwachsen“ ist.

   

Zum Schluß werden die Reihen noch mal kontrolliert, die Stangen tiefer in die Erde gedrückt, fehlende Reben oder Stangen ersetzt und der Anfang und das Ende der Zeile kontrolliert. Dies passiert zu Fuß und von Hand. Laura erzählt gerne von ihrem Beruf und ich bin eine interessierte Zuhörerin. Sie beantwortet auch meine Fragen immer sehr ausführlich und verständlich. An dieser Stelle ein fettes DANKE dafür.

 

  

So, jetzt muss das nur noch alles wachsen und gedeihen das in ein paar Jahren kräftige, ertragreiche Reben daraus werden. Ich werde diesen kleinen Wingert mal im Auge behalten und schauen was hier sonst noch gemacht werden muss, denn der kann ja nicht einfach so vor sich hin wachsen. Die Winzerin muss schon noch was tun das es leckeren Wein gibt.

Danke an Laura das ich dabei sein durfte und an Papa für die informativen Erklärungen.

KLICK…

Tina, mehr als nur ein Foto!

Ursprünglich war das Shooting und die Verwandlung von Tina für ein Projekt als Fotobeispiel gedacht das ich fotografisch begleite. Der Schuss ist ein wenig nach hinten losgegangen, das ist aber eine andere Geschichte. -dies sei nur erwähnt damit klar ist wie dies Shooting zu Stande kam- AAAAAAALSO, Tina und Wiebke (Mutter und Tochter) sind bei mir eingetrudelt und wir wollen Fotos machen, Tina soll dafür von Wiebke geschminkt werden. Das ist Wiebke, voll süß, ich mag dich!

Tinas Gesundheit lässt, etwas salopp ausgedrückt, zu wünschen übrig -Krebs ist doof-. Da ich nicht wusste wie belastbar sie ist, was an Posen möglich ist und wie lange, dachte ich mir: schaun wir mal was geht! Wiebke schminkt ihre Mutter an dem Tag das erste Mal, Tina wird das erste mal so richtig fotografiert und ich darf aktiv teilnehmen, wie cool! Die Verwandlung die von Wiebke gezaubert wurde ist enorm, wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist. Ich habe mich im Hintergrund gehalten und konnte den Umgang, der sehr herzlich ist, von den Beiden miterleben. Nebenbei hab ich noch das eine oder andere Making of -Foto gemacht. Natürlich war ich auch mit ein paar Schminkfragen dabei die mir Wiebke gerne beantwortet hat. Fastfremde zu fotografieren ist schon immer wieder eine Herausforderung, schließlich sollen es ja schöne Fotos werden. Diesen lebensbedrohenden Hintergrund mit dabei zu haben ist auch für mich eine Hausnummer. Ich finde aber wir haben das alle 3 echt prima gemacht. Hier nun das Ergebnis:

Das erste VORHER Foto macht die Verwandlung sehr deutlich!

Ich liebe deine Fotos!

… und dann sind da noch die Spezialfotos die ganz am Ende entstanden sind. Aktuelles Thema: Erblindung des linken Auges

Tina hat während des Shootings viel erzählt, ich hab sie gar nicht gefragt ob sie das langsam leid ist das immer alle fragen…. sollte ich vielleicht mal nachholen… mir ist es eine Ehre gewesen dich zu fotografieren liebe Tina und deine Schönheit, Sensibilität, Fröhlichkeit und Verletzlichkeit  in mehr als einem Foto festzuhalten. Krebs ist hässlich, du nicht!

KLICK…

LESE, kannst du lesen…

… kleines Wortspiel das ich mir nicht verkneifen konnte. Da mein Blog ja neu aufgebaut ist sollte ich auch diesen Beitrag erneuern. Die Lese mit Andrea Römmich hat mir viel Spass gemacht und ich hab viel über Wein und was damit zusammen hängt gelernt. Als Erstes mal hast du schon mal einen Vollernter im Kreisel verfolgt? solltest du machen, aber Achtung, Lachkrampf vorprogrammiert….. Ich bin so einem Dings mal durch Zufall hinter her. Durch die Einzelradhydraulik sieht das zum brüllen aus wenn der in einen Kreisel fährt. Im nächsten Herbst solltest du die Gelegenheit nutzen wenn sie kommt!

Ok, jetzt aber zur Lese. Straffer Zeitplan für alle und der ganze Zauber ist auch noch Wetterabhängig! Regen ist doof, Sonne macht die Trauben reif und es muss ja der RICHTIGE Zeitpunkt gefunden werden.

Ich hab ja gedacht: Die armen Reben, wenn der Vollernter mit denen fertig ist sehen die bestimmt total verschräddert aus und der Maischewgen ist voll mit Blättern, Ästen und was weiß ich noch allem! Weit gefehlt, ich war überrascht wie schonend das Ganze für die Pflanze ist. Mal abgesehen davon kann die Maschine so eingestellt werden wie jede Rebe und der Reifegrad der Trauben es braucht. Dieser sensible Bereich wird vom Fahrer überwacht. Doch schlussendlich entscheidet der Winzer/ die Winzerin was gemacht wird! Es war spannend dabei zu sein.

 

Bis zum entladen Andrea Römmich mal zu begleiten hat sehr viel Spass gemacht…..KLICK

Schmuckfrieda im Unruhestand

Ich hab noch nie meine Mutter fotografiert, dabei liegt das doch so nahe. Sie ist mit ihrem Handwerk im Unruhestand genau mein Beuteschema, das mir das nicht schon früher aufgefallen ist! Na ja, egal….Ich hab mit Mama einen Termin ausgemacht  und mein Geraffel eingepackt – bloß gut das ich nen Kombi hab, der alte Polo hätte das nicht sooooo geschafft- Ich habe mir eine Softbox zugelegt und einen Adapter für meinen Aufsteckblitz. Mit dieser Lichtquelle und einer Leuchte mit 56 LED´s sollte es gehen. Das Haus ist nicht sehr groß und damit die Zimmer auch nicht. Da ich mich auskenne wusste ich genau was auf mich zukommt. Es wird eng!

Von Außen siehst du schon wenn du ankommst was hier los ist. Es kapselt, recycelt und bastelt schon vor der Haustür.

…. und wenn du dann rein kommst geht´s weiter… -ich knuddel dann erst mal- Fremde werden fröhlich begrüßt und in den ersten Stock ins ALLERBUNTESTE geführt…

Einen Schreibtisch, Computer, Verpackungsmaterial, Telefon, Handy, alles was sie braucht ist hier. Facebook, DaWanda, Homepage, macht sie alles selbst und das mit -öhhhm wie alt ist sie eigentlich? Moment mal rechnen….. 1943 geboren… 2017… 74 Jahre ist sie- cool!

Es ist unglaublich was sie alles bastelt. Immer neue Ideen, Kreationen aus verschiedenen Materialien und Formen und Farben. Da ist für jeden Geschmack was dabei. Ich hab meine Schmuckfrieda gefragt wie sie denn jetzt so eine Blume macht, für den kommenden Frühling eine schöne Idee, finde ich. Wir gehen mit Sack und Pack in ihr Arbeitszimmer. Dies teilt sie sich mit Papa, also ihrem Mann, dem SCHMUCKHEINZ sozusagen. Der hat sich an seinen Rechner verkrümelt, denn meine Stative und ich wir brauchen den Platz. Mama hat sich ihre Kapselrohlinge geholt die sie braucht und legt los.

Stolz präsentiert sie die fertige Blüte. Ich muss schon sagen da ist ne Menge Handarbeit nötig bis so ein Blumi fertig ist. Außerdem sucht sie mit sehr viel Liebe zum Detail die einzelnen Elemente aus die sie benötigt. Mit der dicken Zange hat sie am Schluss nur so zum Spass rumgefuchtelt, kleiner Scherzkeks! Sie ist sowieso ein lustiger Mensch, eher schelmisch würde ich sagen und das hat sie sich bis heute bewahrt.

Danach hat sie mir noch ihre Auslage vorgeführt. „Weißt du wenn jemand kommt dann muss dass alles schön liegen. So eine Unordnung ist nicht gut.“ Recht hat Sie!

Ich sag euch Ideen! Schaut mal hier, die Maus hab ich gefühlte 100 mal fotografiert, soooooo süüüüüß!

Das hat sehr viel Spass gemacht, ach ja und auf Märkte geht sie auch. Der SCHMUCKHEINZ der ja ihr Mann ist -nebenbei noch mein Papa- ist da autobasteltechnisch eine große Hilfe. Er hat den Wagen so umgebaut das alles rein passt und nix umfällt…. AAAAAAABER das kommt nächstes mal dran. Ich werde mal mit gehen wenn die Marktnummer startet, helfen, Fotos machen… das wird spannend….KLICK